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Weyerhof - Bramberg - Austria

Geschichte erfahren.

Relikte aus vergangenen Tagen

Bereits 1130 wurde der Weyerhof erstmals urkundlich erwähnt und zählt somit zu den ältesten Höfen der Region. Oberhalb des Weyerhofes kann man noch heute die Reste eines ehemaligen Schutz- und Wachturmes besichtigen. Auch die Weyerruine zählt zu den ältesten der Gegend und gilt als eines der letzten Beispiele der gerade für den Pinzgau so typischen kleinen Burganlagen.

 

 

Fürstenzimmer

FuerstenzimmerDie damalige Meierei, der Weyerhof, war schon im Jahre 1662 eine Wirtstaverne. In der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts wurde der Weyerhof ein fürstlich ausgestatteter Herrensitz. Das zur Gänze gemauerte Gut lag direkt an der Straße. Im ersten Stock befanden sich zwei prunkvolle Fürstenzimmer, in denen die Bischöfe von Chiemsee übernachteten, wenn sie zur Jagd in den Oberpinzgau kamen. Der Weyerhof war demnach ein Edelsitz der Bischöfe von Chiemsee.


Beide Fürstenzimmer waren kunstvoll vertäfelt und enthielten kostbare Möbel aus der Renaissance- und Barockzeit. Die Öfen und kunstvollen Schnitzereien aus dem Jahre 1772 galten als  wahre Meisterwerke der Töpfer- und Handwerkskunst.

 

 

Bewohner und Besucher 

 

Anna Maria Rottmayer zu Weyerhof (Besitzerin von 1691 – 1732) führte ihr Leben abwechselnd in ihren zwei Besitzungen Weyerhof und „Senninger Gut“.Sie galt damals aufgrund ihres Standes und ihres Fleißes als „Bauernkönigin“ des Oberpinzgaus. Ein Ölgemälde im Weyerhof erinnert an diese reiche und tüchtige Frau.
1828 war Erzherzog Johann Gast im Weyerhof, als er die Erstbesteigung des Großvenedigers versuchte.

 

 

 

 

Tragisches Ereignis


Am 22. Dezember 1940 vernichtete ein Brand die Fürstenzimmer und viele andere Kostbarkeiten.Ein Glimmbrand, entstanden durch einen defekten Kamin, verursachte die Katastrophe und führte zu einem verheerenden Großbrand. Die zum Löschen installierte Wasserleitung von der Salzach zum Hof musste zu allem Unglück wegen des herannahenden Abendzuges entkoppelt werden und fror dabei ein. Nicht mehr als eine ausgebrannte Ruine blieb von dem ehemals prächtigen Anwesen übrig. Glücklicherweise wurde das Haus in den darauffolgenden Jahren dem alten Stil entsprechend wieder sorgfältig aufgebaut.

 

 

Wahrung von Kulturgut

 

Wenige Tage vor Kriegsende am 4. Mai 1945 kam es zu einem aufregenden Ereignis: Ein Teil des österreichischen Kunstschatzes wurde für kurze Zeit, zum Schutz vor möglicher Zerstörung, im Weyerhof untergebracht. Es handelte sich dabei um insgesamt 184 Gemälde, von P. Brueghel u.a. „Bauernhochzeit“, A. Dürer u.a. „Allerheiligenbild“, H.V. Rijn Rembrandt u.a. „Der lesende Jüngling“  weiters Bilder von Tizian, D. Velázquez, Altendorfer, Raffael Saniti, Corregio, sowie 40 Säcke mit Gobelins und zwei Kisten mit Plastiken.

 

Peter Meilinger (1910 – 1978) war somit durch seine Risikobereitschaft und seinen Mut maßgeblich an der Bewahrung österreichischen Kulturgutes beteiligt.

 

 

 

    

Familie Meilinger 

weyerhofWie urkundlich nachgewiesen wurde, besitzt die Familie Meilinger seit dem Jahre 1832 in ununterbrochener Rechtsfolge den Weyerhof. In Anerkennung der jahrhundertelangen Bewirtschaftung und Kultivierung dieses landwirtschaftlichen Anwesens verlieh die Salzburger Landesregierung 1982 dem Gut die ehrenhafte Bezeichnung „Erbhof“.

  

 

(Quelle: Vgl. Hans Hönigschmid: Chronik Bramberg am Wildkogel ( S. 81-95) Hrsg. Gemeinde Bramberg, 1993)

 

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